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Kanada fürchtet Protest - und lügt
Am 20. Februar führte die Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte eine Protestveranstaltung in München durch, um ihre Unterstützung zu bekunden für die
Shuwap-Indianer in British Columbia, die sich gegen die Erweiterung eines Skigebietes
wehren, sowie für die Lubicon Cree in Alberta.
Nach Gesprächen mit der Pressesprecherin der Kanadischen Botschaft in Deutschland
übergaben sie einen Protestbrief für den kanadischen Premierminister Jean Chretien, der
mit einer 300-köpfigen Delegation, dem "Team Canada", zu Wirtschaftgesprächen nach
München kam. Frau Broadbridge von der Botschaft informierte die Aktionsgruppe auf
Nachfrage, dass das Handelsbüro der Provinz Alberta erst in ein paar Wochen eröffnet
werde. Dies war eine Lüge, denn es wurde bereits gestern eröffnet. Möglicherweise
fürchteten die Kanadier Störungen bei der Eröffnung. Die Aktionsgruppe "besetzte" das
kanadische Konsulat, in dessen Gebäude auch das Handelsbüro eröffnet wurde bereits
1990 während der sogenannten Oka-Krise, als die kanadische Regierung Panzer und
Armee gegen die Mohawk auffahren ließ.
Bei der Protestveranstaltung informierte die Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte
die Anwesenden über die andauernden Menschenrechtsverletzungen an den Indianern
durch die kanadische Bundesregierung und den Provinzen.
Trotz ihrer verfassungsrechtlichen Verpflichtungen und mehreren eindeutigen
Gerichtsurteilen werden den Indianern diese Rechte vorenthalten und über ihre Köpfe
hinweg Entscheidungen getroffen. Die Redner forderten den Stopp der Repressionen
und die Anerkennung der Rechte der Ureinwohner. Als Mitglieder der Aktionsgruppe
versuchten den kanadischen Delegierten Flugblätter zu überreichen, wurden die
Aktivisten durch die Polizei des Platzes um das alte Rathaus verwiesen, in dem ein
Abendessen für das "Team Canada" gegeben wurde.


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